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Schnelle Hilfe für Flüchtende aus Afghanistan

Als Innenpolitiker und integrationspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion bin ich erschüttert über die Ereignisse in Afghanistan. Ich befürchte, dass als Folge der Machtübernahme durch die Taliban in der Hauptstadt Kabul eine starke Zunahme der Fluchtbewegung auch nach Deutschland stattfinden wird. Die Menschen haben Todesangst, sie fliehen vor Misshandlungen, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag durch die Taliban. Ich sehe es als eine europäische aber auch deutsche Verantwortung, den Menschen, die plötzlich und unkoordiniert allein gelassen worden sind, zu helfen. Dazu brauche es in erster Linie sichere Fluchtmöglichkeiten.

Verärgert bin ich über die durchschaubaren Wahlkampfmanöver in Folge der Ereignisse. Was wir nicht brauchen, sind fadenscheinige Sprüche, wie „2015 dürfe sich nicht wiederholen“, so äußerte sich beispielsweise Ministerpräsident Armin Laschet zu den aktuellen Entwicklungen. Stattdessen muss NRW deutlich Hilfsbereitschaft signalisieren und vorangehen.