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Plenarsaal statt Klassenzimmer: Schülerin Johanna Klemmer beim 12. Jugendlandtag NRW

In diesem Jahr veranstaltete der nordrhein-westfälische Landtag bereits den 12. Jugendlandtag, der vom 27. bis zum 29. Oktober in Düsseldorf stattfand. Für das dreitägige Planspiel nominieren die Landtagsabgeordneten eine junge Person im Alter von 16 bis 20 Jahren, welche im Rahmen des Jugendlandtages ihren Abgeordneten vertreten soll. So wird den Jugendlichen ermöglicht, die parlamentarischen Abläufe sowie den Arbeitsalltag der Abgeordneten kennenzulernen und hautnah mitzuerleben.

In diesem Jahr vertrat mich die Duisburger Schülerin Johanna Klemmer in dem Planspiel im NRW Landtag. Besonders gefreut hat es die 17-jährige Schülerin, die vielen anderen politikinteressierten Jugendlichen kennenzulernen: „Es war wirklich schön, sich mit Gleichaltrigen über politisch wichtige Dinge, wie den Klimawandel, das deutsche Bildungssystem oder soziale Gerechtigkeit austauschen zu können. Das sind Dinge, die uns junge Menschen bewegen und bei denen wir wollen, dass sie von Politikerinnen und Politikern ernst genommen werden. Wir hoffen, dass die beschlossenen Anträge dazu beitragen werden.”

Bei den im Rahmen des Planspiels stattgefundenen Fraktions- und Ausschusssitzungen erarbeiteten die teilnehmenden Jugendlichen Anträge zu den Themen, die sie als junge Generation am meisten beschäftigten. Dabei sind Anträge zu Themen wie beispielsweise dem Ausbau des ÖPNV und des Fahrradnetzes oder der Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre entstanden, die die Teilnehmenden im Anschluss bei einer finalen Plenarsitzung beschließen konnten. Besonders in Erinnerung bleibt Johanna Klemmer dabei eine ganz bestimmte Situation: „Bei der Abstimmung des Antrages zum Ausbau des ÖPNV und des Fahrradnetzes konnte keine eindeutige Mehrheit bestimmt werden. Deshalb kam es zu dem sogenannten Hammelsprung, bei welchem alle Teilnehmenden den Plenarsaal verlassen und durch Eintreten durch die vorgegebenen Türen ihre Stimmen abgeben. Neben ja und nein, konnte man sich natürlich auch enthalten. Schließlich wurde der Antrag angenommen. Das hat SPD und Grüne sehr gefreut! Was würde es denn für ein Zeichen setzen, wenn wir als Jugendliche gegen einen Antrag stimmen, der für den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels von so hoher Bedeutung ist“.

Aber auch außerhalb der Sitzungen wurde für das Vergnügen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesorgt. So fand am zweiten Abend des Jugendlandtages der Parlamentsabend statt, bei dem die Teilnehmenden die Chance bekamen, sich mit ihren Abgeordneten auszutauschen. Nebenher spielte eine Live-Band und für das leibliche Wohl wurde natürlich auch gesorgt.

Für Johanna Klemmer war die Teilnahme an dem Planspiel des NRW Landtages eine durchweg positive Erfahrung. „Während des Jugendlandtags saßen wir nicht nur auf den Stühlen der Abgeordneten, sondern erlebten auch aktiv ihre Arbeitsabläufe. Quasi Politik zum Anfassen. Viele Meinungen, hitzige Debatten, wenig Schlaf und am Ende die Demokratie und der Spaß machten die drei Tage zu etwas ganz Besonderem! Eine Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann”, so die Schülerin.