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Land lehnt Lärmschutz für Holderberg ab

Beim geplanten sechsspurigen Ausbau der A57 zwischen Krefeld-Gartenstadt und dem Kreuz Moers wird es nach Auskunft der Landesregierung keine durchgehende Lärmschutzwand geben. Das geht aus der Antwort des Verkehrsministers auf meine Anfrage hervor. Darin hatte ich um eine Erklärung dazu gebeten, warum in den Planungen eine ca. 500 Meter lange Lärmschutzlücke vorgesehen ist.

Nach Angaben des Ministeriums richtet sich die Länge und die Höhe der Lärmschutzanlagen nach den Ergebnissen der lärmtechnischen Untersuchung zum Planfeststellungsverfahren. Der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende der SPD Moers Kapellen Markus Tenbergen bestätigt jedoch, dass viele Anwohnerinnen und Anwohner in Holderberg den Lärm bereits jetzt schon als sehr belastend empfinden. Die Berechnungen des Lärms entsprechen nicht dem, was die Leute auf ihrer Terrasse hören und eigenständig messen.

Die Lärmschutzlücke zu schließen würde 677.000 Euro kosten. Ich befürchte, dass das Land an der falschen Stelle spart. Mit Blick auf den Ausbau wird der Verkehr und damit auch der Lärm zunehmen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum diese Lärmschutzlücke nicht geschlossen wird.