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Bewohner in Flüchtlingsunterkünften müssen besser geschützt werden

Die Landes­regierung behauptet weiterhin: bei der Vorbereitung der Flüchtlingsunterkünfte auf die Corona-Krise sei alles unter Kontrolle. Dass dem nicht so ist, haben bereits mehrere Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkünften gezeigt.

Die Lage in Massenunterkünften in NRW spitzt sich immer weiter zu. Erste Stim­men wurden nicht ernst genommen, nun ist das Worst-Case-Szenario eingetre­ten: bis zu 1.000 Menschen stehen an unterschiedlichen Standorten in NRW un­ter Quarantäne. Die Landesregierung kann kein überzeugendes Konzept vorle­gen. In den Unterkünften finden sich teilweise unkontrollierbar beengte Räume.

Die Krise bestätigt die von der SPD-Landtagsfraktion bereits geäußerte Kritik am Asylstufenplan. Es bleibt dabei – langfristig sind Massenunterkünfte keine Option zur Unterbringung von Geflüchteten. Schon vor der Krise waren die Einrichtungen für Schutzsuchende in unserem Land eine Zumutung. Jetzt zeigt sich umso mehr: Abstand zu anderen oder Selbstisolation sind nicht umzusetzen. Die Geflüchteten müssen daher de­zentral untergebracht sowie besonders gefährdete Personen sofort identifiziert und geschützt werden. Außerdem müssen die Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgehend umgesetzt werden. Jetzt erst recht muss das Land ein dezentrales Un­terbringungskonzept vorlegen.