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Beratung durch Verbraucherzentralen ist Bollwerk gegen Ungerechtigkeiten

Die Verbraucherzentrale Moers sieht sich seit Beginn der Corona-Pandemie mit neuen und ungewohnten Herausforderungen konfrontiert. Das haben René Schneider und ich jetzt bei unserem Besuch in der Beratungsstelle an der Kirchstraße erfahren.

Gisela Daniels, Leiterin der Beratungsstelle, und Regionalleiterin Sigrun Krümmel berichteten uns davon, wie das persönliche Beratungsangebot der Verbraucherzentralen bereits mit dem ersten Lockdown im März 2020 massiv eingeschränkt werden musste. „Sowohl die Beratungsstruktur als auch die Themenschwerpunkte haben sich seitdem stark verändert“, erzählt Gisela Daniels. Die Kommunikation sei anfangs schwierig gewesen, da in kürzester Zeit auf einen digitalen Austausch umgestellt werden musste. Gerade Menschen mit besonderen Bedürfnissen haben zu Beginn keinen Zugang zu den Beratungsangeboten gefunden. Gisela Daniels betont, dass die persönliche Beratung für ihre Arbeit wichtig und für bestimmte Gruppen notwendig sei.

Inhaltlich kümmerte sich ihr Team die ersten Wochen vor allem um das Thema Reisen. Viele Menschen waren kurz vor Reiseantritt von dem Lockdown überrascht worden. Auch laufende Fitnessstudio-Verträge, fake Online-Shops und mangelhafte Kundenkommunikation ließen viele Menschen die Beratungsangebote der Verbraucherzentrale aufsuchen. Und sie fanden dort Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer rechtlichen Interessen.

Die Verbraucherzentralen sind für viele Menschen eine große Entlastung, sie bilden ein essentielles Bollwerk gegen Ungerechtigkeiten. Wir freuen uns daher sehr, dass die Menschen aus Moers und dem Kreis Wesel auch in schwierigen Zeiten dort so gut beraten werden. Aus der Corona-Zeit heraus haben sich zudem neue Formate gebildet, wie beispielsweise spezielle Online-Seminare für Seniorinnen und Senioren und Projekte zu Schwerpunktthemen wie der Sorge um Schäden durch Starkregen. Die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger zu den Verbraucherzentralen treiben, spiegeln auch immer die gesamtgesellschaftlichen Sorgen und Ängste der jeweiligen Zeit wider.

Gerade die verheerenden Überschwemmungen im vergangenen Monat und deren schreckliche Folgen haben wieder den Blick auf die Transparenz von Versicherungsverträgen gelenkt. So betont der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, René Schneider, dass sich Eigenheimbesitzer ihre Policen genau anschauen sollten. Eine so genannte Elementarschadenversicherung helfe bei Schäden durch Starkregen. Nur braucht man sie sowohl in der Hausrat- als auch in der Gebäudeversicherung, um alle Eventualitäten abzudecken. Und im Zweifel weiß die örtliche Verbraucherzentrale in jedem Fall Rat.